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Das Leben ist keine Autobahn und auch keine gerade Straße. Oft scheint es angenehmer zu sein,  einfach geradeaus zu fahren, man versäumt dabei aber die entzückenden Ausblicke auf den Nebenstraßen. Natürlich kann es dann auch passieren, dass man sich einmal verfährt oder in einer Sackgasse landet. Man muss dann neue Straßen suchen und sich mit den Hindernissen auseinandersetzen, um das Ziel zu erreichen. Wer aufgibt und frustriert stehenbleibt oder zurückfährt, vergibt sich die Chance neue Wege zu entdecken.

Personen in Veränderungsprozessen geht es oft genauso. Sie wissen ganz genau, was sie nicht mehr wollen, haben aber häufig keine klare Vorstellung von dem, was sie erreichen möchten. Dies führt dazu, dass viele lieber im „Problem“ hängen bleiben, da die Belastung kleiner ist, als die Angst vor Veränderung. Das muss aber nicht sein. Wenn man ein positives Zielbild erarbeitet, auf das es sich lohnt hinzuarbeiten, dann ist oft schon der erste Schritt getan. Es ist deshalb sehr hilfreich, weg von „das will ich nicht mehr“ und hin zu „das will ich“ zu kommen. Dazu eignet sich die Arbeit mit dem Zielbild hervorragend.

Erarbeitung eines griffigen Zielsatzes

Suchen Sie sich einen ruhigen Platz und setzen Sie sich mit Ihren Wünschen und Vorstellungen auseinander. Schreiben Sie sich alle Sätze, die weg vom Problem, hin in die Ressourcen gehen, auf. Einen positiven Zielsatz erkennen Sie daran, dass Sie die Zukunftssituation bildlich vor sich sehen und dieses Bild sogar ganz klar malen oder „innerlich“ fotografieren können.

Jeder Satz sollte möglichst kurz und leicht merkbar sein. „Ich darf nicht mehr“ oder „Ich muss“ Sätze sind dabei nicht hilfreich. Besser sind Sätze wie: „Ich habe erreicht, dass…“, „Ich genieße…“, „Ich freue mich an…“, „Ich mag, dass…“. Jeder Satz sollte aus maximal zwei Zeilen bestehen und möglichst viele positive Gefühle wie Freude, Zuversicht, innere Ruhe, Dankbarkeit, etc. beinhalten. Gefühle eben, die Ihnen gut tun und die sie besonders angenehm erleben, wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben.

Wenn Sie genügend positive Sätze gesammelt haben, dann bewerten Sie jeden Satz zwischen 1 und 10 (1 gilt für „nicht sehr erstrebenswert“, 10 für „extrem erstrebenswert“). Wenn Sie mehrere Sätze mit 10 ankreuzt haben, dann verfeinern Sie die Skalierung in einem zweiten Durchgang von 0 bis 100 oder in einem dritten Durchgang von 0 bis 1000. Irgendwann werden dann drei bis fünf Sätze mit sehr hoher Priorität überbleiben. Nun sind Sie gefordert, aus diesen verbleibenden Sätzen, einen griffigen Zielsatz zu kreieren. Mit diesem Zielsatz gehen Sie anhand der untenstehenden Checkliste weiter vor und arbeiten diese durch. Beantworten Sie sich jede Frage und versprechen Sie sich jetzt schon bei Zielerreichung eine schöne Belohnung. Wenn Sie ein stimmiges Lösungsbild entwickelt haben, das positiv und klar nachvollziehbar ist, dann werden Sie sehen, dass Sie viele Ideen bekommen, wie Sie den Weg zum Ziel am besten gehen.

Hilfreich ist es, am Ende der Beantwortung das innere Lösungsbild  zu zeichnen (am besten auf einem großen Blatt Papier).

Mein Blick in die Zukunft:

  • Was war mein Ziel? Was habe ich erreicht? (positiv formuliert und in eigener Verantwortung)
  • Woran merke ich, dass ich dieses Ziel erreicht habe? (Kriterien für mich überprüfbar?)
  • Woran merken andere, dass ich dieses Ziel erreicht habe?
  • Wie wirkt sich das bei mir körperlich aus, wenn ich mein Ziel, meine Zielqualität erreicht habe. (Wie sehe ich aus? Wie fühle ich mich? Wo spüre ich die Befriedigung am meisten?
  • Wann, wo, mit wem und wie oft erlebe ich mein Ziel, meine Zielqualität?
  • Ökologische Überprüfung:
    Wie hat sich dadurch mein Leben verändert?
    Für mich selbst im Bezug auf meinen Körper und auf meine Seele?
    Für mich mit meinem Partner?
    Für mich mit meinen Kindern?
    Für mich mit meinen Eltern?
    Für mich im Bezug auf meine Mitarbeiter, Kollegen, meinen Chef ?
    Für mich in der Freizeit?
    Für mich im Bezug auf meine Freunde
  • Was war das Gute am damaligen Zustand als ich meine Zielqualität noch nicht lebte?
  • Was musste ich aufgeben? Was war der Preis? Welches Risiko bin ich eingegangen?
  • Wie hat mein Umfeld  auf meine Veränderungen reagiert?
  • Welche Hilfen habe ich in Anspruch genommen, um dieses Ziel zu erreichen?

Mein Blick in der Gegenwart:

  • Welche Möglichkeiten nütze ich bereits jetzt um mein Ziel zu erreichen?
  • Was hat mich bis jetzt gehindert, meinem Ziel zu näher zu kommen?
    (ein Gefühl, eine Erinnerung, ein einmal gefasster Entschluss, Gewohnheit, usw.)
  • Was tue ich zuerst in Richtung Ziel? Was ist mein erster, zweiter, dritter Schritt?
  • Wie weit bin ich unter Berücksichtigung der Konsequenzen weiterhin bereit, dieses Ziel zu verfolgen? (Skala 1 bis 10)
  • Welchen Wunsch werde ich mir erfüllen, wenn ich mein Ziel erreicht habe?

Fazit: Egal, ob Sie mit dem Rauchen aufhören, Ihren Alkoholkonsum reduzieren  oder sonst eine unangenehme Gewohnheit verändern wollen, so oder in ähnlicher Form laufen beinahe immer die Veränderungsschritte ab. Sehr hilfreich ist, sich zuzugestehen, dass anfängliches „Scheitern“ komplett normal ist und Ehrenrunden ausdrücklich erlaubt sind. Wichtig ist nur, dass Sie an sich glauben und nicht aufgeben!

Im nächsten Blog erfahren Sie vom Zeittherapeuten, wie Sie Veränderungsprozesse erkennen und die richtigen Schritte setzen. Dies bringt Ihnen neben Zeitgewinn mehr Erfolg und Wohlbefinden im Geschäfts- und Privatleben.

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