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Männer erkennen leider fast nie, wenn sie Depressionen haben. Sie leiden allerdings sehr stark, weil ihnen das Leben aus dem Ruder läuft. Sie klagen, dass sich scheinbar alle gegen sie verschworen haben: Der böse Chef, die undankbaren Mitarbeiter, die verwöhnte Frau, die unverlässlichen Lieferanten, der lästige Nachbar und andere äußere Rahmenbedingungen sind für ihr schlechtes Wohlbefinden verantwortlich. Sie wollen nicht wahrhaben, dass die Ursachen für viele Konflikte und Belastungen bei Ihnen selber liegen. Da würden sie ja zugeben, dass sie selber Schwächen und Ängste haben und das fällt Männern besonders schwer.

Verdrängte Gefühle wie Ohnmacht, Unsicherheit, Zweifel oder Angst versuchen sie mit noch mehr Ablenkung und Anstrengung zu überspielen. Dies führt in Folge dann zu Aggressionen, Wut oder Rückzug aus der Gesellschaft. Häufig stellen sich dann erste körperliche Beschwerden ein, wo der Arzt meist keine klaren Ursachen findet. Somit gibt es einen weiteren „Feind“ der zu dumm ist, eine klare Diagnose zu stellen und die Spirale in die Depression dreht sich weiter.

Viele erkennen erst fünf nach zwölf, das heißt nach einem Zusammenbruch, wo sie stehen. Erstaunlich ist allerdings, wie schnell sich Männer wieder erholen, wenn sie aufhören ihre wahren Gefühle zu verstecken und beginnen ihre eigenen Bedürfnisse klar zum erkennen und auch einzufordern. Allerdings braucht es dazu meist eine professionelle Coachingbegleitung, Lebensberatung oder möglicherweise sogar eine Therapie.

Türöffner ist laut Aussagen meiner Klienten, oft mein Buch: „Männer haben keine Depressionen“ (Kreuz Verlag). Gerade habe ich erfahren, dass es diese Woche auch in Südkorea erschienen ist. Scheinbar sind auch dort eine Menge Männer mit diesem Thema konfrontiert.Huemer_Ma?nner_Depressionen_neu 1.qxp:Layout 1

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