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Amerikanische Forscher haben festgestellt, dass die Menschen seit 1980 im Schnitt um ein Drittel schneller gehen. Bei Untersuchungen in Manhattan wurden alte Videoaufzeichnungen mit neuen verglichen, dabei wurde diese Tatsache entdeckt. Wie dramatisch sich dies langfristig auf die gesamte Bevölkerung auswirkt, möchte ich im folgenden Bericht näher erläutern.

Trotz des steigenden Wohlstandes ist die Zufriedenheit der Bevölkerung seit 1980 von 75% auf 50% gesunken. Jährlich steigt die Vermischung zwischen Beruf und Freizeit. I-Pad, kabelloses Internet und Handys mit allen möglichen Funktionen, ermöglichen diesen fließenden Übergang. Die Vermischung zwischen Beruf und Familie führt dazu, dass keine Ruhe mehr in den Alltag einkehren kann und viele Menschen die Zeit als schwieriger wie früher erleben. Das bedeutet, dass wesentlich mehr Menschen Zukunftsängste haben und dieser skeptisch entgegensehen.

Das Informationsverhalten hat sich speziell bei der jüngeren Generation extrem verändert. Das hat oft zur Folge, dass die ältere Generation und die Jungen sich nicht mehr verstehen. Deshalb nehmen der Generationsaustausch und auch das gegenseitige Verständnis ab. Das Multitasking der jungen Eltern kann teilweise dazu führen, dass Kleinkinder dieHndys der Eltern verstecken bzw. bewußt zertsören, um jene Aufmerksamkeit zu bekommen, die sie sonst ihrem Computer oder Handy widmen.

Der Wunsch nach Ruhe, Gesundheit und Ausgeglichenheit steigt

Bei vielen Personen steigt der Wunsch nach Ruhe und Ausgleich. Als Lebenswunsch von älteren Menschen steht an erster Stelle die Nähe zu Anderen, mit denen man sich austauschen kann. Vielen wird es auch immer wichtiger, sich ein trautes Heim zu schaffen, auch um seine Ruhe zu haben. Die größte Herausforderung wird, sich abzugrenzen, klare Entscheidungen zu treffen und sich bemerkbar zu machen, um im Wettbewerb nicht unter zugehen. All das verlangt nach einem gesunden Egoismus.

Im Gegensatz zu früher, wo man bemüht war, einen gewissen Wohlstand zu erlangen, erlebt man heute viele Menschen, die dauernd in der Angst leben, diesen wieder zu verlieren und sehr viel Energie hineinstecken, sich möglichst viele Dinge leisten zu können. 60% der Menschen meinen, dass sie heute mehr leisten müssen und das Leben dadurch weniger wertvoll geworden ist. Dies ist auch der Grund, warum so viele auf der Sinnsuche und auf der Suche etwas Sinnvolles für andere zu tun, sind.

Spannungsfeld Alltag

So wie früher Menschen von gefährlichen Tieren geflohen sind, so sind heute „Säbelzahntiger“ in Form von Chefs, Partner, Verpflichtungen, usw. hinter einem her. Im Schnitt erlebt jeder Mensch 8 Situationen pro Tag, wo er früher eigentlich davongelaufen wäre. Aber wer läuft denn heute wirklich noch so oft vor seinen Problemen davon? Die Folge ist, dass sich die Reize und Erlebnisse, die früher durch Flucht erfahren wurden, nur mehr im Körper und der Psyche abgespeichert werden. Wir können das mit den „Cookies“ beim Computer vergleichen, man wird immer langsamer und träger! Das Negative dabei ist, dass die Anforderungen gleich bleiben bzw. sich sogar noch vermehren und Jahr für Jahr beschleunigen. Die Trägheit wird dabei immer größer und einer „satten Erschöpfung“ sind dann Tür und Tor geöffnet.

Wie kann man Stress am besten abbauen?

Der sicherste Garant für die Bewältigung ist, neben Ruhe und Entspannung, strukturierte Bewegungsprogramme, also genau das, was der Mensch bei Gefahr früher zu tun pflegte. Das Phänomen dabei ist, dass Bewegung dafür sorgt, dass wir mehr Luft einatmen und dadurch alle Organe mehr Sauerstoff bekommen und es dadurch leichter schaffen, im Einklang miteinander zu arbeiten. Die positiven Folgen davon sind ein freudiges Gefühl von Zufriedenheit. Dies ist allerdings nur dann so, wenn eine Pulsfrequenz gewählt wird, die nicht in den Leistungsbereich fällt (also ungefähr ein Puls von 90 – 120 Schlägen pro Minute). Der Läufer, der mit verbissenen und leidenden Gesicht seine Runden dreht, der Mountainbiker, der nach Luft schnappend den viel zu steilen Kiesweg nach oben keucht – sie alle sind im leistenden und nicht im ausgleichenden Bereich. Nur wenn es jemand schafft eine entspannende Bewegungsform zu finden, dann wird er langfristig Freude, Ruhe und Gelassenheit spüren.

Wie gut tut es aber auch, regelmäßig einfach stehen oder sitzen zu bleiben? Einfach den Motor zur Ruhe kommen zu lassen und die Minuten, Minuten sein zu lassen. Wer es nicht schafft, sich jeden Tag mehrere Male als Vorsorge und Selbsthygiene Ruhe und Entspannung zu gönnen, hat langfristig keine Chance, ausgeglichen und gesund zu bleiben. Es geht ja nicht um endlose Stunden, es genügen oft wenige Minuten dafür. Nicht umsonst sind die Stresserkrankungen in den letzten Jahren explodiert.

Es gibt einen großen Unterschied zwischen Sport und Rehabilitation:

Oft erlebt man, dass Menschen von morgens bis abends arbeiten und sich keine Pause gönnen. Zuhause schlüpfen sie dann sofort in ihr Laufdress. Eigentlich schreit der Körper von Erschöpfung auf: „Hilfe! Ich will nicht mehr.“ Er wird aber vom inneren Ergeiz überstimmt. Besonders gefordert sind oft Führungskräfte, egal ob das der Konkurrenzstress beim Golfen, der Feind am Tennisplatz oder der bevorstehende Marathon ist. All dies ist Sport und bedeutet aber auch weitere Anstrengung. Wenn man beobachtet wie 24-Stunden Radtouren und ähnliche Extremsportarten boomen, dann kann man verstehen, warum eine derartige Menge von Menschen erschöpft und ausgebrannt ist. Wesentlich für eine gute Zufriedenheit und Ausgeglichenheit ist es also, dass man moderate Bewegung und die damit verbundene aktive Atmung in das tägliche Leben integriert.

Professionelle Begleitung ist wichtig

Sehr hilfreich erleben es Betroffenen, wen sie einen Ansprechpartner haben, der sie bei der Suche nach ihrem Stressverhalten professionell begleitet. Nur dann können meist unbewusste Vorgänge aufgearbeitet und gelöst werden. Es braucht lediglich etwas Mut, hier den ersten Schritt zu tun.Der Weg ist das Ziel

Fazit: Nur wer es schafft aus dem Speed herauszukommen, wer lernt Reize zu vermindern und Bewegung als Ausgleich zu nützen, wird langfristig gesund und erfolgreich bleiben.

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