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In der heutigen Gesellschaft werden die Natürlichkeit und die Unausweichlichkeit des Todes häufig verdrängt. Menschen beschäftigen sich in der Regel mit diesem Thema deshalb nicht, weil sie derart in den Aktivitäten des Alltages gefangen sind, so dass sie keine Zeit haben, sich mit solchen Dingen auseinanderzusetzen.

Die eigene Einstellung zu Leben und Tod kann aber auch den Kontakt zu sich selber und den Kontakt mit sterbenden Menschen verändern. Diese Erfahrung machte auch die Australierin Bronnie Ware die acht Jahre Schwerstkranke pflegte.
Ihr haben erst die Sterbenden gezeigt, wie Menschen in Wirklichkeit leben wollen und sie hat die fünf am häufigsten unerfüllt gebliebenen Wünsche ihrer Patienten aufgeschrieben.

Diese lauteten:
• Ich wünschte ich hätte den Mut gehabt weniger nach den Bedürfnissen der anderen zu leben
• Ich wünschte ich hätte nicht so viel gearbeitet
• ich wünschte ich hätte den Mut gehabt meine Gefühle stärker auszudrücken
• Ich wünschte ich hätte mich besser um meine Freunde gekümmert.
• Ich wünschte ich hätte mir erlaubt das Leben mehr zu genießen

Sie stellte auch fest, dass nur jeder Dritte ihrer Patienten sagte, dass er an seinem Lebensende gar nichts bereut habe. Um zu dieser Minderheit nicht zu gehören, kann es deshalb gut sein, auch über das eigene Leben immer wieder nachzudenken, wie weit man selber auf diese Wünsche eingeht.

Auch ich erlebe mich oft in der Hektik des Tages gefangen, pflege Freundschaften nicht und vergesse den Genuss des Lebens. Hier helfen mir meine monatlichen „Wüstentage“ sehr. Einmal im Monat gehe ich am Morgen lediglich mit einer Flasche Mineral in die Natur, sozusagen in die „Wüste“ ohne einem bestimmen Ziel. Am Abend rufe ich dann meine Frau an, wo ich zu holen bin. Dies gibt mir immer wieder OLYMPUS DIGITAL CAMERAdie Kraft, nachzudenken und mich auf die wahren Werte zu besinnen, die sonst immer wieder zu kurz kommen.

Ein kleiner Tipp: Tragen auch Sie sich diesen monatlichen „Wüstentag“ bereits am Jahresanfang als fixen Termin in den Kalender ein, Sie werden sehen, alleine die monatliche Vorfreude auf „Ihren Tag“ ist herrlich!

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